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Anleitungen

Anleitungen

Vieles, wovon der Wohnkomfort abhängt, können Bewohner gut selbst erledigen: das Fenster begutachten, die Dichtung erneuern, das Lüften richtig organisieren. Hier finden Sie die Reihenfolge solcher einfachen Handgriffe und eine kurze Liste von Arbeiten, an die man sich besser nicht selbst wagt. Alles ist allgemein beschrieben; die konkreten Anwendungsbedingungen der Materialien gibt der jeweilige Hersteller an.

Eine einfache Arbeit, rechtzeitig und sorgfältig erledigt, bringt der Wohnung mehr als ein teures Gerät, das man in der Hoffnung kauft, es werde alles von allein richten.

— Aus der Redaktion

So ist diese Rubrik aufgebaut: Wir beschreiben die Reihenfolge einfacher Handgriffe allgemein, ohne Materialmarken und ohne Arbeiten, für die eine Zulassung nötig ist. Wie eine bestimmte Dichtung oder Dichtmasse anzuwenden ist, gibt der Hersteller an. Wenn Sie sich über den Zustand von Fenster, Lüftung oder Heizung unsicher sind, holen Sie zuerst fachlichen Rat ein.

So machen Sie ein Fenster winterfest

  1. Finden Sie heraus, wo es zieht

    Fahren Sie an einem windigen Tag mit der Handfläche an den Falzen, Rahmenecken, der Fensterbank und den Laibungen entlang. Der kalte Luftstrom zeigt, welche Stellen Sie zuerst abdichten sollten.

  2. Rahmen reinigen und trocknen lassen

    Dichtungen und Dichtmasse halten schlecht auf staubigen oder feuchten Flächen. Reinigen Sie die Falze, entfernen Sie alte Klebebandreste und lassen Sie den Rahmen vollständig trocknen.

  3. Dichtung prüfen

    Ist das alte Profil hart oder rissig geworden oder nimmt es nach dem Eindrücken seine Form nicht wieder an, sollte es ersetzt werden. Wählen Sie das neue passend zur Spaltbreite, damit sich der Flügel ohne Kraftaufwand schließen lässt.

  4. Anpressdruck einstellen

    Bei vielen Fenstern lässt sich der Anpressdruck des Flügels für die kalte Jahreszeit erhöhen. Wie das geht, steht in der Anleitung zum Fenster; fehlt sie oder lässt sich der Beschlag nicht verstellen, wenden Sie sich an einen Fachbetrieb.

  5. Fugen an Fensterbank und Laibungen schließen

    Kleine Spalten zwischen Rahmen, Fensterbank und Laibung schließt man mit einer geeigneten Dichtmasse. Größere Hohlräume und auskühlende Laibungen sind ein Anlass, Fachleute zu holen, statt sie aufs Geratewohl auszufüllen.

  6. Vorhang ergänzen und Ergebnis prüfen

    Ein dichter Vorhang trennt den Raum abends von der ausgekühlten Scheibe, sollte aber den Heizkörper nicht verdecken. Vergleichen Sie nach einigen Tagen Ihre Thermometernotizen und achten Sie darauf, ob sich weniger Kondenswasser bildet.

So lüften Sie im Winter ohne Zugluft

  1. Kurz und häufig lüften

    Ein für einige Minuten weit geöffnetes Fenster erneuert die Luft schneller als ein den ganzen Tag gekipptes. Wände und Möbel kühlen dabei nicht aus.

  2. Den Raum beim Lüften verlassen

    Solange das Fenster offen ist, hält man sich besser in einem anderen Zimmer auf, besonders Kinder und kälteempfindliche Menschen. Schließen Sie die Tür, damit der Luftstrom nicht durch die ganze Wohnung zieht.

  3. Thermostat herunterdrehen

    Hat der Heizkörper ein Thermostatventil, kann man es während des Lüftens herunterdrehen, damit es nicht zum offenen Fenster hinaus heizt. Danach stellen Sie es wieder auf die vorherige Stufe.

  4. Nach feuchten Tätigkeiten lüften

    Nach dem Duschen, Waschen und Kochen ist viel Dampf in der Luft. Gerade dann helfen kurzes Lüften und eine laufende Abluft, Kondenswasser an den Fenstern zu vermeiden.

  5. Zuluft nutzen, wenn vorhanden

    Ein Zuluftelement liefert frische Luft bei geschlossenen Fenstern. Bei starkem Frost stellt man es kleiner, schließt es aber nicht vollständig und nicht für lange Zeit.

  6. Mit dem Hygrometer abgleichen

    Steigt die Luftfeuchtigkeit nach dem Lüften schnell wieder auf hohe Werte und sind die Scheiben erneut nass, ist die Abluft wahrscheinlich zu schwach. Das ist ein Fall für die Hausverwaltung oder den Vermieter.

  • Werkzeuge

    Thermometer, Hygrometer, Lärm-App, Wärmebildkamera, Maßband und Dichtmasse – ohne Marken und Rankings.

  • Pflege

    Pflege von Fenstern, Lüftungsgittern, Heizkörpern, Luftbefeuchter, Klimagerät und Textilien sowie der jahreszeitliche Check.

  • Planung

    Raumklima Schritt für Schritt verbessern: messen, Ursache finden, einfach anfangen, Ergebnis prüfen und erst dann Technik kaufen.

Quellen

  • GOST 30494-2011 (russische Norm zum Raumklima)

Die konkreten Werte für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lärm stammen aus den russischen Normen GOST 30494-2011 und SanPiN 1.2.3685-21; die Angaben zu Käuferrechten folgen in allgemeiner Form dem russischen Verbraucherschutzgesetz. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten eigene Bau- und Lärmschutzvorschriften sowie eigene Verbraucherregeln. Den Zustand von Lüftung, Heizung und Bausubstanz Ihrer Wohnung beurteilen Fachleute und die Hausverwaltung vor Ort, Fragen zum Wohlbefinden klärt ein Arzt.